Tradition bedeutet für uns,

das Weitergeben von Wissen, Werten, Erfahrungen, Leidenschaft

und Geschicklichkeit.

Gründung 1848


A. Carl Groetsch gründete 1848 die Firma in Burgthann und begann die Kammherstellung aus den verschiedensten natürlichen Materialien.

Aus England kamen die ersten Kammschneidemaschinen nach Burgthann und wurden dort mit Hilfe der Wasserkraft über Riemen angetrieben.

Anfang des 19. Jahrhunderts


Ein Enkel von A. Carl Groetsch nahm Anfang des 19. Jahrhunderts einen Großteil der Maschinen mit nach Rollhofen und produzierte dort weiter viele Kämme.

Der Enkel war mein Großvater – Martin Christian Groetsch – letzter Kammacher Meister Deutschlands.

Neben den natürlichen Materialien wie Horn, Schildpatt, Elfenbein und Holz gab es auch neue Materialien wie Bakelit, Hartgummi und verschiedene Kunststoffe.

Bakelit und Hartgummi setzten sich nicht durch. Kunststoff war das neue Material und so wurden Kunststoffspritzmaschinen gekauft und die Kammschneidemaschinen in den Keller gebracht.

Ich erinnere mich noch gut an die Geschichten meiner Großeltern.
Es fehlten Kämme nach dem 2. Weltkrieg, mein Großvater war in Gefangenschaft und es war meine Großmutter, die Zahnputzbecher zerkleinerte, um daraus wieder Kunststoffkämme zu spritzen.

Mein Vater erinnert sich daran, wie seine Geschwister und er Kosmetikfläschchen im ans Haus angrenzenden Fluss reinigten, damit sie zerkleinert werden konnten und daraus dann Kämme hergestellt wurden.

Martin Christian Groetsch
Meisterbrief

Mitte des 19. Jahrhunderts


Produkte aus Kunststoff setzten sich durch und so bildete mein Großvater keinen seiner Söhne zum Kammacher aus. Alle Söhne wurden Werkzeugmacher und bauten die Werkzeugformen, mit denen sie Kunststoffkämme herstellten.

Wasserkraft an jedem Standort


Interessant ist, dass das Stammhaus in Burgthann direkt an der Schwarzach liegt und der Fluss damals wie heute ein Wasserkraftwerk antreibt.

Mein Großvater war von den Vorteilen so überzeugt, dass er in Rollhofen ein Anwesen erwarb, dass direkt an einem Bach liegt und eine Turbine zur Stromerzeugung antrieb.

In den 70er Jahren kam der Umzug nach Enzendorf. Ein Grundstück direkt an der Turbine mit hauseigener Wasserkraftanlage.

Ende der 60er – Anfang der 70er

Vom Kunststoffkamm zum Holzkamm


Es müssen Hunderttausende von Kunststoffkämmen gewesen sein, die mein Großvater jährlich herstellte. Damals hatte man noch keine Möglichkeit die anfallenden Kunststoffabfälle zu recyceln.
Das ärgerte meinen Großvater sehr, denn er erkannt früh, dass Kunststoff für Natur und Umwelt nicht das freundlichste Material ist.

Dann luden sich die Haare statisch beim Kämmen auf, was sehr unangenehm sein konnte.

Und da war auch noch der Grat (dünner Überschuss von Kunststoff – Zahn rauf und runter),
der unangenehm auf der Kopfhaut war und schädigend für das Haar.

All das bewog meinen Großvater sich mit anderen Materialien auseinanderzusetzen.

Ältester Groetsch Holzkamm


Die nachweislich ältesten Holzkämme, die ich gefunden habe, sind aus dem Jahr 1973.
Da war ich gerade mal ein Jahr alt.

Mein Großvater erinnerte sich daran, was er von seinem Vater und Großvater gelernt hatte und holte die Kammschneidemaschinen aus dem Keller hervor und kombinierte das Wissen der Ahnen mit dem aktuellen Stand der Technik.

Die ersten Holzkämme waren aus einheimischen Hölzern. Das führte nicht zu begeisterten Kunden. Dann weitete mein Großvater die Auswahl der Hölzer aus und verwendete exotische Hölzer wie Ebenholz, Palisander, Amaranth, Sandelholz oder Rosenholz und zack war die Nachfrage bald größer als er allein produzieren konnte.

80er Jahre


Mit der Biowelle in den 80er Jahren kam dann der Wechsel von den exotischen Hölzern zurück zu den einheimischen Hölzern.

90er Jahre


Martin Groetsch

1991 übernahm mein Vater, Martin Groetsch als Werkzeugmachermeister, den Betrieb seines Vaters.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass egal wo wir wohnten in der Garage eine Kammschneidemaschine stand, auf der mein Vater Kämme aus Holz und Horn fertigte.

Mein Vater optimierte Herstellungprozesse unter Einbindung der alten Maschinen, da sie das Herzstück für ressourcenschonenden Umgang mit den Naturstoffen und Nachhaltigkeit sind.

Die Firma wuchs stetig und gesund.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Naturfriseuren entstanden Haarschneidekämme und eine Kundin gab den Impuls für unser Produkte: Spaghettiheber / Salatbesteck

2020


Heute führe ich, Melanie Groetsch, den Betrieb seit 15 Jahren mit meiner Familie und Team, in der 5. Generation fort.

Mir sind folgende Punkte wichtig:

  • Qualität der Produkte
  • Meine Leidenschaft mit der Natur verbunden zu sein und aus ihr heraus Kämme zu fertigen, die Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern
  • Nachhaltigkeit leben
  • Mindestens CO2 neutrale Herstellung
  • Echte Handarbeit
  • Respekt vor den Ressourcen Holz und Horn
  • Langlebigkeit der Produkte
  • Nachhaltige natürliche Haarpflege
Melanie Groetsch