Tradition

Tradition bedeutet für uns,
das Weitergeben von Wissen, Werten, Erfahrungen, Leidenschaft und Geschicklichkeit.

Damals wie heute

Mein Großvater gab ein Gutachten in Auftrag, um zu belegen in wie weit sich ein Kunststoffkamm statisch aufladen kann und wie sich im Vergleich ein Holzkamm verhält. Es wurde festgestellt, dass es bei der Benutzung von Holzkämmen zu keiner elektrostatischen Aufladung kommt, während bei Plastikkämmen bis zu 60.000 V/m am Kamm und bis zu einigen 100.000 V/m an den gekämmten Haaren gemessen wurden.

Auch 1985 war schon wissenschaftlich belegt, dass sich diese elektrostatischen Aufladungen nicht positiv auf den Organismus auswirken.

 

Auszug aus dem Gutachten von Prof. Dr. Anton Schneider vom 25.11.1985

„Elektrostörungen von außen wirken streßartig auf den Organismus. Es ist Tatsache, daß es immer mehr elektrosensible bzw. elektroallergische Menschen gibt.“

Mein Großvater beschreibt in seiner Broschüre aus den 80er Jahren ein „neues Kammgefühl“, dass auch heute jeder Neukunde teilt.

Hier ein Auszug aus dem Text seiner Broschüre:

Martin Christian Groetsch: „Von einem guten Kamm verlangt der Fachmann aber ebenso, daß er sich für eine intensive Massage der Kopfhaut eignet, wenngleich ich aus Erfahrung weiß, daß diese äußerst wohltuende Funktion in erschreckendem Umfang fast völlig unbekannt wurde. Viele meiner Kunden haben sich in unverlangten Urteilen begeistert über ein „neues Kämmgefühl“, einem „Erlebnis“ und allgemein von einem vorher unbekannten Wohlbefinden geäußert und ich will versuchen, diesen an sich ganz natürlichen Vorgang zu erklären.

Eine Kopfmassage ist umso wohltuender, je härter die Kammzähne, bzw. je besser die Zahnspitzen poliert sind. Besonders gespritze Plastikkämme haben scharfe Zahnspitzen und zwingen den Benutzer – ganz unbewusst – mit flach liegenden Kämmen zu frisieren, um das schmerzhafte Kratzen zu umgehen. So einfach ist es also, nur mit einem Kamm sich so viele Freunde schaffen zu können.“

Und genau diese Leidenschaft war es, die von meinem Großvater, auf meinen Vater und auf mich übergesprungen ist.

Kämmen tut gut und ist gesund.

Gründung 1848

A. Carl Groetsch gründete 1848 die Firma in Burgthann und begann die Kammherstellung aus den verschiedensten natürlichen Materialien.

Aus England kamen die ersten Kammschneidemaschinen nach Burgthann und wurden dort mit Hilfe der Wasserkraft über Riemen angetrieben.

Anfang des 19. Jahrhunderts

Ein Enkel von A. Carl Groetsch nahm Anfang des 19. Jahrhunderts einen Großteil der Maschinen mit nach Rollhofen und produzierte dort weiter viele Kämme.

Der Enkel war mein Großvater – Martin Christian Groetsch – letzter Kammacher Meister Deutschlands.

Neben den natürlichen Materialien wie Horn, Schildpatt, Elfenbein und Holz gab es auch neue Materialien wie Bakelit, Hartgummi und verschiedene Kunststoffe.

Bakelit und Hartgummi setzten sich nicht durch. Kunststoff war das neue Material und so wurden Kunststoffspritzmaschinen gekauft und die Kammschneidemaschinen in den Keller gebracht.

Ich erinnere mich noch gut an die Geschichten meiner Großeltern.
Es fehlten Kämme nach dem 2. Weltkrieg, mein Großvater war in Gefangenschaft und es war meine Großmutter, die Zahnputzbecher zerkleinerte, um daraus wieder Kunststoffkämme zu spritzen.

Mein Vater erinnert sich daran, wie seine Geschwister und er Kosmetikfläschchen im ans Haus angrenzenden Fluss reinigten, damit sie zerkleinert werden konnten und daraus dann Kämme hergestellt wurden.

Meisterbrief

Mitte des 19. Jahrhunderts

Produkte aus Kunststoff setzten sich durch und so bildete mein Großvater keinen seiner Söhne zum Kammacher aus. Alle Söhne wurden Werkzeugmacher und bauten die Werkzeugformen, mit denen sie Kunststoffkämme herstellten.

Wasserkraft an jedem Standort

Interessant ist, dass das Stammhaus in Burgthann direkt an der Schwarzach liegt und der Fluss damals wie heute ein Wasserkraftwerk antreibt.

Mein Großvater war von den Vorteilen so überzeugt, dass er in Rollhofen ein Anwesen erwarb, dass direkt an einem Bach liegt und eine Turbine zur Stromerzeugung antrieb.

In den 70er Jahren kam der Umzug nach Enzendorf. Ein Grundstück direkt an der Turbine mit hauseigener Wasserkraftanlage.

Ende der 60er – Anfang der 70er

Vom Kunststoffkamm zum Holzkamm

Es müssen Hunderttausende von Kunststoffkämmen gewesen sein, die mein Großvater jährlich herstellte. Damals hatte man noch keine Möglichkeit die anfallenden Kunststoffabfälle zu recyceln.
Das ärgerte meinen Großvater sehr, denn er erkannt früh, dass Kunststoff für Natur und Umwelt nicht das freundlichste Material ist.

Dann luden sich die Haare statisch beim Kämmen auf, was sehr unangenehm sein konnte.

Und da war auch noch der Grat (dünner Überschuss von Kunststoff – Zahn rauf und runter),
der unangenehm auf der Kopfhaut war und schädigend für das Haar.

All das bewog meinen Großvater sich mit anderen Materialien auseinanderzusetzen.

Ältester Groetsch Holzkamm

Die nachweislich ältesten Holzkämme, die ich gefunden habe, sind aus dem Jahr 1973.
Da war ich gerade mal ein Jahr alt.

Mein Großvater erinnerte sich daran, was er von seinem Vater und Großvater gelernt hatte und holte die Kammschneidemaschinen aus dem Keller hervor und kombinierte das Wissen der Ahnen mit dem aktuellen Stand der Technik.

Die ersten Holzkämme waren aus einheimischen Hölzern. Das führte nicht zu begeisterten Kunden. Dann weitete mein Großvater die Auswahl der Hölzer aus und verwendete exotische Hölzer wie Ebenholz, Palisander, Amaranth, Sandelholz oder Rosenholz und zack war die Nachfrage bald größer als er allein produzieren konnte.

80er Jahre

Mit der Biowelle in den 80er Jahren kam dann der Wechsel von den exotischen Hölzern zurück zu den einheimischen Hölzern.

90er Jahre

1991 übernahm mein Vater, Martin Groetsch als Werkzeugmachermeister, den Betrieb seines Vaters.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass egal wo wir wohnten in der Garage eine Kammschneidemaschine stand, auf der mein Vater Kämme aus Holz und Horn fertigte.

Mein Vater optimierte Herstellungprozesse unter Einbindung der alten Maschinen, da sie das Herzstück für ressourcenschonenden Umgang mit den Naturstoffen und Nachhaltigkeit sind.

Die Firma wuchs stetig und gesund.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Naturfriseuren entstanden Haarschneidekämme und eine Kundin gab den Impuls für unser Produkte: Spaghettiheber / Salatbesteck

Anfang des 19. Jahrhunderts

Ein Enkel von A. Carl Groetsch nahm Anfang des 19. Jahrhunderts einen Großteil der Maschinen mit nach Rollhofen und produzierte dort weiter viele Kämme.

Der Enkel war mein Großvater – Martin Christian Groetsch – letzter Kammacher Meister Deutschlands.

Neben den natürlichen Materialien wie Horn, Schildpatt, Elfenbein und Holz gab es auch neue Materialien wie Bakelit, Hartgummi und verschiedene Kunststoffe.

Bakelit und Hartgummi setzten sich nicht durch. Kunststoff war das neue Material und so wurden Kunststoffspritzmaschinen gekauft und die Kammschneidemaschinen in den Keller gebracht.

Ich erinnere mich noch gut an die Geschichten meiner Großeltern.
Es fehlten Kämme nach dem 2. Weltkrieg, mein Großvater war in Gefangenschaft und es war meine Großmutter, die Zahnputzbecher zerkleinerte, um daraus wieder Kunststoffkämme zu spritzen.

Mein Vater erinnert sich daran, wie seine Geschwister und er Kosmetikfläschchen im ans Haus angrenzenden Fluss reinigten, damit sie zerkleinert werden konnten und daraus dann Kämme hergestellt wurden.

Meisterbrief

Ende der 60er – Anfang der 70er

Vom Kunststoffkamm zum Holzkamm

Es müssen Hunderttausende von Kunststoffkämmen gewesen sein, die mein Großvater jährlich herstellte. Damals hatte man noch keine Möglichkeit die anfallenden Kunststoffabfälle zu recyceln.
Das ärgerte meinen Großvater sehr, denn er erkannt früh, dass Kunststoff für Natur und Umwelt nicht das freundlichste Material ist.

Dann luden sich die Haare statisch beim Kämmen auf, was sehr unangenehm sein konnte.

Und da war auch noch der Grat (dünner Überschuss von Kunststoff – Zahn rauf und runter),
der unangenehm auf der Kopfhaut war und schädigend für das Haar.

All das bewog meinen Großvater sich mit anderen Materialien auseinanderzusetzen.

Ältester Groetsch Holzkamm

Die nachweislich ältesten Holzkämme, die ich gefunden habe, sind aus dem Jahr 1973.
Da war ich gerade mal ein Jahr alt.

Mein Großvater erinnerte sich daran, was er von seinem Vater und Großvater gelernt hatte und holte die Kammschneidemaschinen aus dem Keller hervor und kombinierte das Wissen der Ahnen mit dem aktuellen Stand der Technik.

Die ersten Holzkämme waren aus einheimischen Hölzern. Das führte nicht zu begeisterten Kunden. Dann weitete mein Großvater die Auswahl der Hölzer aus und verwendete exotische Hölzer wie Ebenholz, Palisander, Amaranth, Sandelholz oder Rosenholz und zack war die Nachfrage bald größer als er allein produzieren konnte.

Gründung 1848

A. Carl Groetsch gründete 1848 die Firma in Burgthann und begann die Kammherstellung aus den verschiedensten natürlichen Materialien.

Aus England kamen die ersten Kammschneidemaschinen nach Burgthann und wurden dort mit Hilfe der Wasserkraft über Riemen angetrieben.

Mitte des 19. Jahrhunderts

Produkte aus Kunststoff setzten sich durch und so bildete mein Großvater keinen seiner Söhne zum Kammacher aus. Alle Söhne wurden Werkzeugmacher und bauten die Werkzeugformen, mit denen sie Kunststoffkämme herstellten.

Wasserkraft an jedem Standort

Interessant ist, dass das Stammhaus in Burgthann direkt an der Schwarzach liegt und der Fluss damals wie heute ein Wasserkraftwerk antreibt.

Mein Großvater war von den Vorteilen so überzeugt, dass er in Rollhofen ein Anwesen erwarb, dass direkt an einem Bach liegt und eine Turbine zur Stromerzeugung antrieb.

In den 70er Jahren kam der Umzug nach Enzendorf. Ein Grundstück direkt an der Turbine mit hauseigener Wasserkraftanlage.

80er Jahre

Mit der Biowelle in den 80er Jahren kam dann der Wechsel von den exotischen Hölzern zurück zu den einheimischen Hölzern.

90er Jahre

1991 übernahm mein Vater, Martin Groetsch als Werkzeugmachermeister, den Betrieb seines Vaters.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass egal wo wir wohnten in der Garage eine Kammschneidemaschine stand, auf der mein Vater Kämme aus Holz und Horn fertigte.

Mein Vater optimierte Herstellungprozesse unter Einbindung der alten Maschinen, da sie das Herzstück für ressourcenschonenden Umgang mit den Naturstoffen und Nachhaltigkeit sind.

Die Firma wuchs stetig und gesund.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Naturfriseuren entstanden Haarschneidekämme und eine Kundin gab den Impuls für unser Produkte: Spaghettiheber / Salatbesteck

2020

Heute führe ich, Melanie Groetsch, den Betrieb seit 15 Jahren mit meiner Familie und Team, in der 5. Generation fort.

Mir sind folgende Punkte wichtig:

  • Qualität der Produkte
  • Meine Leidenschaft mit der Natur verbunden zu sein und aus ihr heraus Kämme zu fertigen, die Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern
  • Nachhaltigkeit leben
  • Mindestens CO2 neutrale Herstellung
  • Echte Handarbeit
  • Respekt vor den Ressourcen Holz und Horn
  • Langlebigkeit der Produkte
  • Nachhaltige natürliche Haarpflege